OpenBCM V1.07b12 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DB0FHN

[JN59NK Nuernberg]

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DH8GHH > TECHNIK  03.05.01 15:33l 242 Lines 9309 Bytes #-6792 (0) @ DL
BID : 35BDH8GHH00E
Read: DK6XH DL7ATE GUEST
Subj: Ergebnisse Funkuhr-Modul Anfrage
Path: DB0ZKA<DB0GPP<DB0LX<DB0PRT
Sent: 010503/1309z @:DB0PRT.#BW.DEU.EU [Reutlingen JN48OM] bcm1.43l
X-Info: User S&F received from DH8GHH at DB0PRT.#BW.DEU.EU
X-Info: No upload password
From: DH8GHH @ DH8GHH.#NDS.DEU.EU  (Gerrit)
To:   TECHNIK @ DL
X-Info: No login password

Hallo zusammen !

Ich spiele mal die gesammelten Ergebnisse meiner Anfrage bezueglich des
Funkuhr-Moduls ein.
Die Autoren der Texte moegen bitte nicht boese sein, dass ich die Texte ein
bischen gekuerzt habe.

From: DH6YBB @ DB0BID.#HES.DEU.EU (Lothar)
To:   DH8GHH @ DB0ABZ.#NDS.DEU.EU

Hallo Leute,
vom Elektronikversender mit dem großen "C" gibt es seit kurzem äußerst
preisgünstig ein kleines,etwa streichholzschachtelgroßes,eigenständiges
DCF-77-Modul.Stromversorgung ist eine Knopfzelle,und angezeigt wird nur die
Uhrzeit (also kein Datum).

[Der gekuerzte Teil beschreibt dass Om Lothar ein kleines Programm zu dieser
Uhr entworfen hat, das beim Aufruf die PC-Uhr wahlweise in ME(S)Z oder UTC
nachstellen kann.]

DCFCONRA.EXE liest die Uhrzeit vom seriellen CONRAD-DCF-Modul über die
serielle Schnitt-stelle COM1 oder COM2 ein und stellt die PC-Uhr auf
MEZ/MESZ oder UTC.

 Aufruf: DCFCONRA <COMn> <u>

COMn ist die serielle Schnittstelle,an der das Modul angeschlossen ist.Wird die
Option 'u' angegeben,wird vor dem Stellen der PC-Uhr in Abhängigkeit von MEZ
oder MESZ eine oder zwei Stunden subtrahiert,um die PC-Uhr auf UTC zu setzen.
Dabei wird bei Bedarf auch das Datum korrigiert.Dazu wurden im Programm Teile
der Sourcen von UTCKORR V1.1 vom 16.06.93 verwendet,für deren Zusendung ich
mich bei Gerd Michael,DL5FBD herzlich bedanken möchte.

[Die Exe kommt in einer anderen Mail!]

Anschlußbelegung am Modul (Sicht von hinten):

  +----------------------------+
  |  /--\      ---------       |
  | |    |      O O O O        |
  |  \--/      ---------       |
  |             1 2 3 4        |
  +----------------------------+
   Batterie-    Schnittstellen-
   fach         steckverbinder

Nr. | Aderfarbe | Signal Modul | Signal COM | Pin 9pol SUB-D | Pin 25pol SUB-D
----+-----------+--------------+------------+----------------+----------------
 1  |   gelb    |     Takt     |     DTR    |        4       |       20
 2  |   grün    |     Vdd      |     RTS    |        7       |        4
 3  |   rot     |     Daten    |     DCD    |        1       |        8
 4  |  schwarz  |     GND      |     TxD    |        3       |        2

Die Anschlußbelegung auf dem Beipackzettel ist etwas mißverständlich und könnte
auch spiegelbildlich ausgelegt werden,vielleicht hat man da die Belegung auf
dem Anschlußstecker dargestellt.

[Om Lothar verwendet dieses Modul & Programm in der Mailbox DB0CRI um die
Uhr zu stellen]

So sieht die "Interface-Schaltung" im Innern des Modules aus:

                                  ÚÄÄÄÄÄÄÄÄÄo Vdd      <RTS
                                 ÚÁ¿
                                 ³ ³ 180
                                 ÀÂÙ
                                  oÄÄÄÄÄÄÄÄÄo Daten    >DCD
                  1 k            /
                ÚÄÄÄÄÄÄ¿      ³/
   <ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´      ÃÄÄÄÄÄÄ´    T
                ÀÄÄÄÄÄÄÙ      ³Ù
                                 \
 zum Prozessor                    ³
                                  ³   ÚÄÄÄÄÄo GND      <TxD
                                  Ï   Ï
                 7.5 k
                ÚÄÄÄÄÄÄ¿
   <ÄÄÄÄÄÄoÄÄÄÄÄ´      ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo CLK      <DTR
          ³     ÀÄÄÄÄÄÄÙ
         ÚÁ¿
         ³ ³ 1 k
         ÀÂÙ
          ³
          Ï

Sieht man diese Schaltung versteht man auch,weshalb das PC-Signal TxD auf den
Ground-Anschluß des Modules geht.Dieses liegt ja im Normalfall auf -10 Volt,
wenn aus der seriellen Schnittstelle keine Daten kommen.Man erreicht dadurch
am Modul zwischen Vdd und GND eine Betriebsspannung von über 20 V.
Außerdem werden (theoretisch,s.u.) dem PC "richtige" V.24-Pegel angeboten:
+10 Volt,wenn T gesperrt ist,über den 180-Ohm-Widerstand und -10 Volt
bei leitendem Transistor.Hier könnte es aber nun Probleme geben:Bei leitendem
Transistor fließen durch den Widerstand bei 20 Volt ca. 100mA ! Ob diesen
Strom eine serielle Schnittstelle IMMER oder ÜBERHAUPT liefern kann,weiß ich
nicht,möglicherweise nicht.Eventuell kommen dann auch keine richtigen Pegel
zustande.
In diesem Fall könnte vielleicht ein Widerstand von etwa 10k in der Vdd-Leitung
(also am RTS-Pin der COM) helfen,der senkt die Belastung erheblich ab.
(ungetestet)

Versuche,das Modul mit einem Mikroprozessor auszulesen (wie auch im C-Katalog
vorgeschlagen),schlugen zuerst fehl,es reagierte auf 5 Volt-TTL-Pegel überhaupt
nicht.Ursache ist der Spannungsteiler 7.5k/1k in der CLK-Leitung.Der teilt
ja die 5 Volt auf knapp 0.6 Volt herunter,das ist zu wenig.Eine Erhöhung des
SMD-Widerstandes von 1k auf 10k brachte dann Abhilfe.

2 Tage spaeter hat sich o.g. Vermutung bestätigt,daß der 180 Ohm-Widerstand
die Schnittstelle zu sehr belastet,ein OM brachte das Programm durch
Einfügen des o.a. 10k-Widerstandes in die RTS-Leitung überhaupt erst 
zum laufen. Ursache war vermutlich eine zu geringe Stromergiebigkeit der
seriellen Schnittstelle. Zwar war das nicht nachzuvollziehen,aber es darf 
angenommen werden,daß hier mit dem Original-Verbindungskabel und der
Original-Software auch keine Funktion gewährleistet gewesen wäre.


   Tschüß & 73 de Steffen aus Werdau in Sachsen DG0MG @ DB0MAK

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From: DF9IE @ DB0RUE.#RPL.DEU.EU (Roland)
To:   DH8GHH @ DB0ABZ.#NDS.DEU.EU

Ich habe im März 1990 von Conrad ein Modul gekauft (das erste seiner Art
bei Conrad) Die Bestell-Nr. war: 19 89 35

Das Modul ist für "Schaltschrankmontage" mit einem Einbaurahmen gedacht. Es
kann MEZ, MESZ und UTC mit Datum anzeigen (Keine Weckfunktionen). Außerdem
ist es für den Anschluß einer Anloguhr vorbereitet.


Es beinhaltet insgesamt 3 Platinen:
- Anzeigeplatine mit LCD-Display
- Hauptplatine mit Antenne
- Empfängerplatine

Auf der Hauptplatinenunterseite steht: MB-RCCLK(B)3

Für dieses Modul kann ich dir Informationen geben:

Wenn man das LCD-Display vor sich sieht (Ansicht von Vorne, Zahlen lesbar),
dann haben die unteren Lötpunkte (von links nach rechts) folgende Bedeutung:


    *   *         * * * *     *   *

+1,5V   IP        4 3 2 1     2   GND


mit :
1: GND
2: L=Rx aktiv, H=Rx aus                       --> auf die Hauptplatine Pin 2
3: Sekundentakt, pos. Impuls, 100 bzw. 200 ms --> auf die Hauptplatine Pin 1
4: +1,5V

Desweiteren haben dann die oben liegenden Anschlüsse folgende Belegung (von 
RECHTS nach LINKS !):

 1: Sekundentakt (IP)
 2: Rx AUS/EIN 
 3: Analoguhr, Masse
 4: Analoguhr, Takt A
 5: Analoguhr, Takt B
 6: GND (Masse)
 7: Analoguhr stellen
 8: Datumsumschalter
 9: Zeitzonenumschalter
10: +1,5V
11: frei
12: GND
13: 32,... KHz (Uhrenquarzfrequenz, nur bei Rx=aktiv

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From: DG3MMF @ OE9XPI.AUT.EU (Alexander)
To:   DH8GHH @ DB0ABZ.#NDS.DEU.EU 

-> Selbes Modul wie bei Om Lothar, trotzdem Danke !

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From: DF9IE @ DB0RUE.#RPL.DEU.EU (Roland)
To:   DH8GHH @ DB0ABZ.#NDS.DEU.EU

Ich habe mir mal die Mühe gemacht die Schaltpläne der Hauptplatine und der
Empfängerplatine aufzunehmen. Wie man sieht kann man so was immer mal wieder
gebrauchen.

Die Empfängerplatine enthält nur ein IC (TFK 2775 B) und einen keramischen
Schwinger. Das IC ist für 1,5V optimiert und hat einen Steuereingang mit dem
man es in einen Schlafzustand versetzen kann. Die meiste Zeit ist es inaktiv,
nur 1x oder 2x die Nacht wird es für 2 Minuten vom uC eingeschaltet.
Der Rx lebt also nur dann, wenn der uC ihn dazu auffordert, sonst kommt am 
Pin IP (= Impuls) nichts raus, hi. Dies ist bei PC-Betrieb zu beachten!

Die Ansteuerung vom uC an den Rx und die Signalaufbereitung des IP-Signals
erfolgt mit 4 Trasistoren auf der Hauptplatine.
Hier sind nur "Schalter" und Impedanzwandler "am Werk", nichts besonderes...

Man kann den Rx aus der Halterung ziehen und ihn separat an einem PC o.ä.
betreiben. Es gelten folgende Belegungen:

Rot : +1,5V                (ACHTUNG: K E I N E  5 Volt !!!)
Weiß: 0V=Aus / +1,5V=Ein   (Control-Pin zum Stromsparen   )
Gelb: Sekundentakt         (Positiver Impuls, 100mms/200ms)
Blau: 0V (Masse)


Bei Dauerbetrieb an einem PC wird einfach der weiße Draht mit dem roten 
verbunden. VORSICHT: NUR wenn die RX-Platine alleine verwendet wird !!!

Achtung: Den "1,5V-Regler" nicht vergessen!!!
Einfacherweise kann man 2 Silizium-Dioden im Durchlaßbetrieb hintereinander
schalten und parallel zum Rx (Rot/Blau) legen. Das ergibt dann eine Spannungs-
begrenzung auf ca. 1,4V mit einem Vorwiderstand von 5,6 KOhm gegen +5V.

Rx und uC sind auf extrem niedrigen Stromverbrauch getrimmt, deshalb braucht
man sinnvollerweise noch einen Impedanzwandler am Sekundentaktausgang:

Auf der Hauptplatine ist dazu der Rx-Ausgang mit einem Vorwiderstand von 
100 KOhm an die Basis eines BC307 geschaltet. Den NPN-Transistor kann man
so als Open-Collector (Emitter gegen Masse, Collector mit 100 KOhm gegen 
Plus) betreiben.

Je nach angeschlossenem Verbraucher muß der Vorwiderstand natürlich noch
angepaßt werden.

Viel Spaß beim Basteln, 73

------------
Soweit meine Ergebnisse !

Ich bedanke mich bei allen, die mir geholfen haben !

In der folgenden Mail ist nocheinmal DCFconra.exe von DH6YBB.


73 de Gerrit DH8GHH
Sysop DB0HBP - Sprachmailbox Peine


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 07.12.2019 20:29:40lGo back Go up